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                                 www.mgv-concordia-ahlen.de

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             Aus alter Zeit
              
     
Der MGV Concordia besitzt ein umfangreiches Archiv. Unerschöpfliche Quellen sind die alten Protokollbücher. In zeitlich unregelmäßigen Abständen werden wir an dieser Stelle aus dem Archiv über Ereignisse und Begebenheiten aus alter Zeit berichten.

Aus der Vereins-Chronik

2001 hatte der ehemalige Denkmalschutzbeauftragte und Stadtheimatpfleger Herr Ludger Schulte bei seinen Forschungen zur Geschichte der Ahlener Chöre herausgefunden:

"Der MGV Concordia Ahlen ist selbst bei kleinlicher, kritischer Auslegung der älteste Ahlener Männergesangverein. Er wurde 1857 gegründet und er ist damit auch die erste nachweislich existierende Chorgemeinschaft der Stadt." Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ging der MGV Concordia 1857  aus der bereits 1856 in Ahlen gegründeten Kolpingfamilie hervor. Wenngleich von 1857 bis 1926 keine umfangreichen Unterlagen zum Vereinsleben mehr zu finden sind, ist zu vermuten, dass das Vereinsleben trotz Kriegswirren und anderer politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Einwirkungen seine, wenn auch eingeschränkte, Fortsetzung gefunden hat.

Bis zum Jahre 1926 war der Männergesangverein Concordia eine Unterabteilung des katholischen Gesellenvereins, der späteren Kolpingfamilie Ahlen. Am 20. September 1926 kam es zur Neugründung des Männergesangvereins. Jetzt  als eigenständiger Verein mit  eigener Satzung.  Die enge Verbundenheit zur Kolpingfamilie ist jedoch bis auf den heutigen Tag geblieben.

Noch im Jahre 1927 beantragte der Chor die Mitgliedschaft im Deutschen Sängerbund. Die Mitgliederzahl des Chores stieg schnell auf 40 Sänger an. Das "Tausendjährige Reich" brachte dem aufstrebenden Chor jedoch bald in große Schwierigkeiten. Die konfessionelle Ausrichtung und die feste Bindung an den katholischen Gesellenverein blieb im Jahre 1935 den neuen Machthabern nicht verborgen. Sie verlangten eine Fusion mit anderen Ahlener Vereinen unter Preisgabe des Vereinsnamens und später sogar eine völlige Auflösung des Vereins. Das geschickte Taktieren des damaligen Vorstandes brachte es aber zuwege, die Selbständigkeit zu erhalten. Um den Anschein der Bereitwilligkeit zu wahren, zog der Chor sich  aus dem Kolpinghaus zurück und setzte seine Zusammenkünfte in der Gaststätte Northoff an der Weststraße fort.

Auch der Chor bekam bald die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges eindringlich zu spüren. Nach und nach schrumpfte die bis dahin große Sängerschar durch Einberufungen zur Wehrmacht auf wenige Mitglieder zusammen. Nach Beendigung des Krieges erwachte der Chor zu neuem Leben. Die Mitgliederzahl nahm schnell wieder zu und bald war das Lokal Northoff zu eng. Wieder wurde umgezogen, diesmal zum Lindenhof an der Weststraße mit Paula Münstermann als Wirtin. Als im Jahre 1953 das Kolpinghaus seinem ursprünglichen Zweck  wieder zugeführt wurde, zog auch der Chor wieder in dieses Haus ein.

In den folgenden Jahren trat der Chor in regelmäßigen Abständen mit Konzerten an die Öffentlichkeit.
So unter anderem in "Die Jahreszeiten" von Joseph Haydn. Im Jahre 1961 "Missa Solemnis" von Ludwig van Beethoven unter der Gesamtleitung von Herrn Musikdirektor Matthias Büchel und 1964 die "9. Symphonie" von Ludwig van Beethoven unter der Gesamtleitung von Generalmusikdirektor Prof. Richard Kraus, Berlin. Unvergessen bei Sängern und Zuhörern ist aus jüngster Zeit das Jubiläumskonzert in der Stadthalle Ahlen am 4. März 2007 vor vollbesetztem Haus mit Beteiligung des Orchesters der Kreismusikschule Beckum - Warendorf unter der Leitung von Dr. Wolfgang König. Zu einem festen Bestandteil im Chorleben ist inzwischen das jährlich stattfindende "Dreikönigssingen" in einer der Ahlener Kirchen geworden.      

Zur Festigung der Chorgemeinschaft hat der MGV Concordia in den zurückliegenden Jahren viele Reisen im Inland und ins Ausland unternommen. Um nur einige zu nennen führten Chorreisen z.B. in den Norden Deutschlands zur Insel Helgoland, in den Harz nach Goslar und in den Spreewald bei Berlin. Im Süden zog es den Chor nach Heidelberg, Würzburg und in den Bayrischen Wald. Ziele im Ausland waren z.B. der Vierwaldstätter See in der Schweiz, die Ahlener Partnerstadt Differdingen in Luxemburg, Prag in Tschechien und das Glazer Bergland in Polen. In besonderer Erinnerung bleibt eine Reise nach Castellabate in Süd-Italien. Es ist die Heimat eines noch heute aktiven Sangesbruders. Die längste und weiteste Reise führte den Chor  im Jahre 2001 nach Kanada und den USA. Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2007 war eine Reise nach St. Petersburg.

Im Jahre 1999 erhielt der Chor in Würdigung seiner Leistungen den Titel Volkslieder-Leistungschor mit  Überreichung der Zuccalmaglio-Plakette. Seit 2002 hat der Chor zweimal am Leistungssingen der Stufe I teilgenommen. Eine weitere Bestätigung seiner besonderen Leistungsfähigkeit erhielt der Chor am 18.10.2008 beim durch den Chorvergband NRW durchgeführten Leistungssingen. In der Kategorie B wurde dem MGV Concordia der Titel "Konzertchor" zuerkannt.

Für besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und Förderung des kulturellen Lebens wurde dem MGV Concordia am 13.05.2007 die Zelter-Plakette verliehen.

Mehr als 50 Jahre hatte der Chor im Kolpinghaus seine Heimat, bis dieses Haus im Jahre 2006 an einen Bauträger zur Errichtung von Wohngebäuden verkauft wurde. In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kolpinghauses hat der Chor jedoch inzwischen im Kettelerhaus an der Südstraße ein neues Domizil gefunden.

In der Chronik zum  vierzigjährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1966 schreibt der 2008 verstorbene Chronist Willi Börste, Vater des heutigen Vorsitzenden Franz-Josef Börste:

           "So mag es mit der Concordia weitergehen. Schauen wir zurück, so ergibt
           sich eine Richtung, die auch für die Zukunft den MGV Concordia auf den
           rechten Weg halten wird. Wir wollen das deutsche Lied hegen und pflegen
           und Geselligkeit untereinander üben."

Diese Aussage hat auch heute noch ihre Gültigkeit und ist ihr demgemäß nichts weiter hinzuzufügen.


Strukturanalyse und Statistik


Durch weltpolitische Ereignisse und durch persönliche Umstände hat sich das Gesicht des Chores im Laufe der Jahrzehnte deutlich verändert, sowohl in seiner Mitgliederzahl als auch in der beruflichen Struktur.

Eine für die Zeit von 1926 bis 2006 durchgeführte Untersuchung der Mitgliederstruktur in 10-Jahres-Schritten (ohne fördernde Mitglieder) zeigt die nachfolgende statistische Auswertung: 

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Vereinsführung

Eine erfolgreiche Vereinsgeschichte, wie sie der MGV Concordia Ahlen nachweisen kann, wird  wesentlich
mitbestimmt durch die Einsatzfreudigkeit und Tatkraft seiner Vereinsvorsitzenden und Chorleiter.
       
Die Vorsitzenden und Chorleiter des MGV Concordia von 1857 bis heute:

                                            Vorsitzende                                                                      Chorleiter

1857 - 1866 Präses Vikar Konstatin Beermann 1857 Josef Lange
1866 - 1884 Präses Johannes Schraeder 1894 Josef Mues
1885 - 1895 Präses Heinrich Neuhaus 1895 - 1900 Karl Bröcker
1895 - 1900 Präses Carl Bröcker 1903 Heinrich Füchte
1900 - 1907 Präses Heinrich Eckervogt 1905 - 1906 Wilhelm  Bolsenkötter
1907 - 1917 Präses Franz Schierenberg 1906 Ignaz Ueter
1917 - 1926 Präses Heinrich Kämpers 1918 - Anton Kreilmann
1926 - 1933 Karl Naber 1926 - 1953 Franz Kemper
1933 - 1934 Paul Sweikowski 1953 - 1990 Hans Hoischen
1934 - 1955 Heinrich Kiemann 1990 - 1994 Willi Bersch
1955 - 1962 Willi Börste 1994 - 1996 Peter Kapeller
1962 - 1963 Hermann Hagedorn     seit  1996 Wilfried Thorwesten
1963 - 1994 Willi Appelhoff
1994 - 1999 Klaus Kodet
   seit   1999 Franz-Josef Börste
             
  
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